Begleitprogramm zur Ausstellung

 

„ … und dann bist du tot! – Wie Bilderbücher vom Leben und Sterben erzählen“

Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH, 19.11.2017 – 8.4.2018
in Zusammenarbeit mit Stadtbücherei Korbach, Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V., Initiative Sternenkinder Korbach

 

 

 

Donnerstag, 30.11.2017, 19.30 Uhr, Bürgerhaus
Vortrag Prof. Boris Zernikow, „Besondere Herausforderungen im Umgang mit sterbenskranken Kindern“

                        Eintritt frei

Prof. Dr. med. Boris Zernikow studierte Medizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Harvard Medical School, Boston. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin, Universität Witten/Herdecke sowie Chefarzt des Deutschen Kinderschmerzzentrums und Kinderpalliativzentrums Datteln an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, Universität Witten/Herdecke. Für seine engagierte und vielfältige öffentliche Vermittlung der Themen Schmerz, Schmerztherapie und Palliativversorgung bei Kindern und Jugendlichen wurde er im Jahre 2015 mit dem Communicator Preis der DFG und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet.

 

Freitag, 19.1.2018, 19.30 Uhr, Museum
Musikalische Lesung zu Erich Kästner "Die dreizehn Monate - Ein Gedichtzyklus zu den Veränderungen der Natur im Jahreskreislauf“
Lesung: M.L. Lindenlaub, musikalische Begleitung G. Berberich (Gitarre), M.Müllenhoff (Gesang)

Eintritt 2 €
In den 50er Jahren schrieb Erich Kästner für eine Zeitschrift den Gedichtzyklus "Die 13 Monate". Der Dichter fängt darin nicht nur die Jahreszeiten mit ihren Besonderheiten an Bildern, Farben, Düften ein, sondern macht sich in seinen Texten auch Gedanken über die Zeit, das Leben und die Vergänglichkeit.

 

Montag, 29.1.2018, 19.30 Uhr, Bücherei
Autorenlesung Susann Pásztor „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“
Eintritt 8 €
Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe – zu ihren Bedingungen. Eine berührende Geschichte über die Schönheit des Lebens. Susann Pásztor, 1957 in Soltau geboren, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Sie hat die Ausbildung zur Sterbebegleiterin abgeschlossen und ist seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig.

 

Donnerstag, 22.2.2018, 19.30 Uhr, Museum
Vortrag Dr. Margarete Hopp „Warum, lieber Tod ...?"1) Psychologische Aspekte des Erzählens vom Tod im Bilderbuch
Eintritt frei

 

Was sollten Kinder lesen (dürfen)? Sind Bilderbücher nur etwas für Kinder? Der Tod ist im Bilderbuchsektor seit Jahren ein Trendthema, das vor allem die Skeptiker auf den Plan ruft, die dem Bilderbuch und seinen kindlichen Adressaten kaum mehr als das Niedliche und Harmlos-Gefällige zubilligen. Was aber ist dem Kind gemäß? Wie viel Realität eines von Verlusten nicht freien Kindheitserlebens gehört ins Bilderbuch und welche Darstellungsformate werden der Verhaltens- und Denkweise von Kindern und ihrem Bedürfnis nach Erklärungen gerecht? Der Vortrag rückt die Psychologie des Sterbens und des Trauerns in den Blick und zeigt auf, wie überaus vielfältig das gegenwärtige Bilderbuchangebot die nicht nur von Kindern gestellten großen Fragen zum Tod aufgreift. Es wird deutlich, dass Bilderbücher als Mittler zwischen fragenden Kindern und sprachlosen Erwachsenen wirksam sein können und verschiedensten Ansprüchen an literarische Qualität Rechnung tragen. Dr. Margarete Hopp lehrt am Institut für Germanistik/ Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik der Universität Duisburg-Essen. Ihre Lehr-, Forschungs- und Publikationsschwerpunkte liegen im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Didaktik. 1) Titel des Bilderbuchs von Glenn Ringtved (Autor) und Charlotte Pardi (Illustrator), erschienen 2002 in der Übersetzung von Jürgen Lassig bei Rößler (Bremen )

 

Sonntag, 4.3.2018, 17 Uhr, Bürgerhaus
Liederabend „O Tod, wenn an dich gedenket ein Mensch“ (Johannes Brahms: Vier ernste Gesänge, Rhapsodie h-moll; Gustav Mahler: Kindertotenlieder) mit Hartmut Raatz (Bariton) und Peter Groß (Klavier)
Eintritt 5 €
Immer wieder haben sich Komponisten mit dem Thema Tod beschäftigt. Besonders ergreifende Kompositionen sind Brahms und Mahler mit den beiden Liederzyklen gelungen, die in diesem Kammerkonzert erklingen. Während Brahms bei seinen „Vier ernsten Gesängen“ auf sehr nachdenkliche und existenzielle biblische Texte zurückgriff, wählte Mahler sechs Gedichte aus Friedrich Rückerts Sammlung „Kindertotenlieder“ aus. In über 400 Gedichten hatte dieser den frühen Tod seiner Kinder verarbeitet. Schmerz und Trauer, aber auch Hoffnung und Trost, wie sie in Worten kaum zu fassen sind, werden durch Mahlers kongeniale Vertonung für den Hörer in berührender Weise erfahrbar. Hartmut Raatz und Peter Groß arbeiten als Schul- bzw. Kirchenmusiker in Kirchhain und Amöneburg. Seit vielen Jahren musizieren sie zusammen und treten regelmäßig mit verschiedenen Liedprogrammen des romantischen Repertoires auf.

 

Montag, 12.3.2018, 10 Uhr (für Schulklassen), Bücherei
Montag, 12.3.2018, 16 Uhr (für alle), Museum
Interaktive Lesung für Kinder ab 5 Jahren mit Autorin und Illustratorin Jutta Bauer zum Bilderbuch „Limonade“
Eintritt 2 €
Das Mädchen hat Geburtstag. Alle, die sie eingeladen hat, sind gekommen: die Sonne, Mutter, der Brombeerbusch, Dachs, Dackel und Gundi. Es gibt Limonade, selbstgemachte Limonade. Da klopft es an der Tür. Was kann das sein? Der Tod steht vor der Tür und erweist sich als gute Gesellschaft. Ein Bilderbuch über den Tod, der zum Leben dazu gehört. Jutta Bauer wurde 1955 in Hamburg geboren und studierte an der dortigen Fachhochschule für Gestaltung. 2009 erhielt sie im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises den Sonderpreis für das Gesamtwerk Illustration. Im Jahr 2010 gewann sie den Hans-Christian-Andersen Preis.

 

 

Samstag, 17.März 2018, 11 Uhr, Friedhof / Eingang Fr. Bangert Str.

Wie sieht die Arbeit eines Friedhofsgärtners aus?
Führung über den modernen Korbacher Friedhof mit dem Friedhofsgärtner (begrenzte Teilnehmerzahl)

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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